Suchprofile in der Zukunft VI – Anforderungen an Personalberater

Alex R.

Welche Trends und Entwicklungen und damit Stellenprofile werden in der Zukunft stärker nachgefragt werden. Welche Einflüsse haben diese auf Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Arbeitsleben.

Diese Fragen stellen wir uns seit vielen Jahren in unserem „HSH+S Workshop Zukunft“, so auch in dieser Woche. Ein sehr spannender Tag mit kontroversen, teils philosophischen Diskussionen ging zu Ende.

Seit der Jahrtausendwende wird immer deutlicher, dass sich die Welt in einer neuen digitalen – nicht mehr industriellen – Revolution befindet. Klar ist, die Welt, Europa, Deutschland verändert sich. Unwiderruflich. Vergleicht man die Geburtenpyramiden von Afrika mit Deutschland, so muss uns klar sein, dass 1 Mrd. Afrikaner, aufgeklärt durch das Internet, ihre Reise nach Europa noch verstärken werden. Kriege werden nur neue Peaks schaffen.

Auch fest steht, dass uns in Deutschland im Jahr 2020 über 200.000 Ingenieure fehlen werden, umso mehr, da die Digitalisierung und Automatisierung, die Robotik und KI, der 3D-Druck und die e-Mobilität sowie einige weitere klare Trends bereits deutliche Spuren hinterlassen. Das bedingungslose Grundeinkommen wird in vielen Staaten bereits öffentlich diskutiert, die Spiele und einige Freizeitindustrien wachsen seit vielen Jahren exorbitant.

Ein großes Stellenportal hat Mitte dieses Jahres erforscht, dass im Bereich der KI, Robotik und Automatisierung 14.000 Jobs ausgeschrieben sind. Jeden Monat kommen 7.000 neue Jobs hinzu. Setzt sich der Trend fort, werden in den kommenden zehn Jahren bis zu 1 Mio. (nur 3% des Arbeitsmarkts) neue Stellen geschaffen. Gleichzeitig wird die Automatisierung bis zu 18 Millionen der heute existierenden Stellen überflüssig machen, so die Erhebung.

Die Globalisierung der materiellen Güter hat sich bereits deutlich abgeflacht. Selbst adidas produziert ab Januar wieder in Deutschland. Hintergründe sind politische Entwicklungen und neue technische Möglichkeiten. Digitalisierung, IoT und Big Data spielen eine immer dominierendere Rolle. Sicherheit eine zunehmend geringere Rolle als Time-to-Market. Das Internet-of-Things ist das Ende des Datenschutzes. Bald werden 50 Mrd. Internet-Sensoren installiert sein, 2015 waren es bereits 5 Mrd. Im Bereich der Connected Devices verzeichnen die Machine-to-Machine Installationen in den kommenden 5 Jahren den größten Zuwachs. Allein Dienstleistungen für die Vernetzung verfünffachen ihren Umsatz von 2015 bis 2020.

Offen ist, welchen Einfluss dominante Unternehmen, schwindendes Vermögen oder unsere bereits € 2.500 Mrd. Schulden auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt haben. Ist eine Flexibilität der Arbeitsmärkte nötig und umsetzbar, welche Vielfalt an Arbeitsverträgen (Home-Office, Desksharing, Schwarzarbeit) wird es geben – müssen. Werden e-Mobility und Datenbrillen für leere Straßen sorgen? Was werden wir mit dem Mehr an Freizeit anfangen? Und wie sieht das Familienleben der Zukunft aus?

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen eine nachdenkliche und optimistische Weihnachtszeit. Es ist eine spannende Zukunft, in die wir hineinwachsen: http://bit.ly/2aJwA5v

Ihr Alexander Reiter

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